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Zofinger Tagblatt vom 27. November 2001
Geburtstagsfest mit glitzernden Wunderkerzen REITNAU "Meraja Chor und Band" boten Gospels und Balladen in der reformierten Kirche. Meraja - aus dem Hebräischen übersetzt - heisst: von Gott geliebt. Diese frohe Botschaft will der mittlerweile bekannte Chor und die dazugehörige Band auch nach zehnjährigem Bestehen unverändert weitergeben und tut dies mit Liedern aus den Sparten Pop, Gospel und Balladen mit grossem Erfolg. Am letzten Samstag waren sie in der reformierten Kirche in Reitnau zu Gast und machten ihr Konzert zu einem fröhlichen Geburtstagsfest. Das Publikum fand die reformierte Kirche Reitnau diesen Samstagabend in einem etwas anderem Erscheinungsbild als gewohnt - mindestens von innen: Die aufgebaute Bühne, der professionell gestaltete Hindergrund und die zahlreichen, farbigen Scheinwerfer machten den Raum zu einem idealen Ort für ein fetziges, engagiertes Konzert. Obwohl in der gut besetzten Kirche jede Altersklasse vertreten war, erschienen die jugendlichen Besucherinnen und Besucher doch in der Ueberzahl, und man merkte der vorfreudigen Stimmung an, dass sie sich alle auf einen guten, fröhlichen Abend freuten. Konzert mit Ueberraschungen Mit glitzernden Wunderkerzen in der Hand nahmen die fünfzehn Sängerinnen und Sänger sowie die fünfköpfige Band ihre Plätze auf der Bühne ein. Sie boten einen Auftritt, der die Stimmung von Anfang an festlich und freudig werden liess. Auch die neue, einheitliche Kleidung der Mitglieder von "Meraja" war dem Jubiläum angepasst: Rote und weisse Gilets zu sonst schwarzer Kleidung, das ist das neue Outfit, in dem künfig die Konzerte bestritten werden sollen. Dies sei nicht bloss ein Konzert, teile ein Sänger des Chores dem Publikum mit, sondern ein Geburtstagsfest, bei dem gefeiert werden solle. Und dazu sei von Klatschen über Mitsingen bis zum Mittanzen alles erlaubt. Er formulierte das hauptsächliche Anliegen "Meraja" darin, die Zubörerschaft zum Nachdenken anzuregen über die Beziehung zwischen den Menschen und Gott, über das Leben im Glauben überhaupt. Mit abwechslungsweise englischen und deutschen Liedern sollen Botschaften weitergegeben werden, die eben diese Themen betreffen und beschreiben würden. Die Bandbreite der Lieder gehe dabei von fetzingen Popstücken über ruhige Balladen bis zu bekannten Melodien wie "Oh Happy Day". Clowns boten Sketches Da zu einem Fest meistens auch ein Apero gehört, wurde das Publikum in der Pause zu einem heissen Punsch eingeladen, was wunderbar zum kalten, winterlichen Wetter passte. In Form von Sketchen wurden dem Publikum von zwei Clowns weitere Denkanstösse geboten: Ein Auto, das gestossen werden musste, weil der Besitzer vergessen hatte, den Motor zu starten, stand als Beispiel für den Glauben, der mehr Belastung als Hilfe darstellt, wenn er nicht "gestartet" wird. Und schliesslich wurde auch klar, warum das Auto regelmässig zur Tankstelle muss: Wird im Glauben nicht aufgetankt, steht er plötzlich still und kommt nicht weiter. "Meraja" wurde vor zehn Jahren gegründet, nachdem eine Jugendgruppe aus eigener Kraft ein Konzert veranstaltet hatte und danach Lust hatte, auch weiterhin gemeinsam zu musizieren und zu singen. Das erste Konzert von "Meraja - Chor und Band" fand nach einem Jahr statt, und seither sind mehr als 50 weitere bestritten worden, von den ehemaligen Gründerinnen und Gründern sind heute noch sechs aktiv mit dabei. Anfangs noch unter einer musikalischen Leitung, studieren die Musikerinnen und Musiker ihre Stücke heute selbständig ein, welche dabei auf bereits existierenden Liedern basieren, die neu arrangiert werden. In einem Mix aus Kurzfassungen verschiedener Stücke wurde dem Publikum ein kurzer Rückblick auf die vergangenen Jahre von "Meraja" geboten. Nicht die Gastgeber, sondern die Gäste wurden diesen Samstag beschenkt: Jeder Konzertbesucher bekam beim Abschied einen kleinen Kraftspender für den Alltag geschenkt, mit dem die Botschaft der Lieder auch noch mit in die Woche hineingetragen werden soll. Doch Chor und Band wurden nicht entlassen, bevor sie noch zwei Zugaben gespielt und gesungen hatten. Mit einem Segenslied klang ds Konzert schliesslich aus. Brigitte Suter |
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19. November 2009 |