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Zofinger Tagblatt vom 18. Januar 2000
Christlicher Popchor brillierte Meraja-Chor und Band in Gränichen zu Gast Im Rahmen der weltweiten Gebetswoche lud die evangelische Allianz Gränichen (Chrischonagemeinde, methodistische und reformierte Kirche) während der vergangenen Woche zu fünf Veranstaltungen ein. Es ist schon zur Tradition geworden, dass am letzten Abend dieser Allianzwoche ein Konzert stattfindet. Bevor am Sonntag die Gebetswoche mit einem gemeinsamen Morgenessen und dem anschliessenden Allianz-Gottesdienst beendet wurde, sorgte am Samstagabend der Meraja-Chor mit Band f¨r einen musikalischen Höhepunkt. Im Herbst 1991 wurde diese christliche Musikformation ins Leben gerufen. Eine Gruppe junger Menschen aus dem Oberaargau gründete vor acht Jahren den Chor und die Band Meraja, eine Bezeichnung aus dem Hebräischen, die "vom Herrn geliebt" bedeutet, um auf musikalische Art ihrem Dank gegenüber Gott Ausdruck zu verleihen. Die Sängerinnen und Sänger sowie die Musikerinnen und Musiker im Alter von 18 bis 30 Jahren haben es sich zum Ziel gesetzt, mit klaren und eindeutigen Texten zu Rock-, Pop- oder Softrockmusik das Wort Gottes an das Publikum weiterzugeben. Der vielseitige Musikstil soll Alt und Jung ansprechen und einen Konzertabend bieten, der zum Geniessen, Mittanzen, Mitklatschen oder auch zum Mitsingen einlädt. Eintritt wird bei den Konzerten von Meraja keiner erhoben. Eine Kollekte soll jeweils lediglich die Unkosten der Musikformation decken. Der Gränicher Pfarrer Hansruedi von Ah, selber Hobby-Gitarrist in der Gränicher Band "Teachers and Preachers", zeigte sich in seinen Begrüssungsworten zum musikalischen Abend sehr gespannt auf das bevorstehende Konzertereignis. Ausgesprochen abwechslungsreich war denn auch das Musikprogramm, das der Meraja-Chor und die Band den Zuhörerinnen und Zuhörern in der Aula des Gränicher Primarschulhauses boten. Die elf Sängerinnen und vier Sänger sowie die fünf Musiker (Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Piano) wussten die Konzertbesucher mit ihren deutschen und englischen Liedern zu begeistern. Verpackt in moderne Rhythmen war es ein ganz besonderes Vergnügen, den christlichen Texten zu lauschen. Temperamentvolle Werke wechselten sich mit gefühlvollen und sehr einfühlsamen Liedern ab. Der vierstimmige Chor wusste mit Soloeinlagen zu brillieren. Er bewies damit, dass in seinen Reihen sehr talentierte Sängerinnen und Sänger zu finden sind. Dreiteilige Kurzgeschichte Ein besonderer Hörgenuss war das Stück "Alleluia", das vom Chor a capella vorgetragen wurde. Nicht nur Musikalisches wurde den Konzertbesuchern geboten. Für Abwechslung und Denkanstösse sorgte eine dreiteilige Kurzgeschichte mit tiefsinnigem Hintergrund. Am Beispiel eines reichen Nachbarn, der erst von allen abgelehnt wird, wiesen die jungen Sängerinnen und Sänger auf die grosse Gefahr von Vorurteilen hin. Während rund zwei Stunden erlebten die Besucher ein Konzert, das mit seiner Vielseitigkeit, aber vor allem durch das grosse musikalische Können der Interpreten begeisterte. Da verwundert es nicht, dass der Meraja-Chor und die Band mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad geniessen und auf ihrer jährlichen Tournee, auf der sie jeweils acht Konzerte bestreiten, hunderten von Menschen Freude bringen. Dies war auch in Gränichen nicht anders, wo sich die Zuhörerinnen und Zuhörer mit grossem Applaus für den musikalischen Genuss bedankten. Mit den besten musikalischen Segenswünschen, interpretiert in einem melodiösen Schlussstück, das zugleich die zweite Zugabe war, wurden die Konzertbesucher gefühlvoll ins Wochenende verabschiedet. |
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21. Dezember 2011 |